Galileo Therapie bei Osteoporose - Experteninterview

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Interview mit Dr. Martin Runge, Facharzt für physikalische und rehabilitative Medizin und Altersmedizin, über die Rolle von Bewegung und Galileo Therapie bei der Behandlung von Osteoporose, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 15.11.2020

Was kann ich tun, wenn bei mir Osteoporose festgestellt wurde?

Der Lebensstil hat einen großen Einfluss auf den Verlauf der Osteoporose. Eine kalziumreiche Ernährung mit viel Joghurt oder grünem Gemüse wie Spinat sind extrem wichtig.

 

Osteoporose-Patienten brauchen auch viel Vitamin D. Der Körper entwickelt es mithilfe von Sonnenstrahlen, weshalb Sonne tanken an der frischen Luft wichtig ist.

 

Da aber die Menge des Sonnenlichts in Deutschland für eine ausreichende Vitamin D-Produktion nicht ausreicht, nehmen viele Osteoporose-Patienten Vitamin D-Tabletten. Es gibt Medikamente, die das Risiko eines Knochenbruchs um die Hälfte verringern. 

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Kann ich durch Bewegung Knochenbrüchen vorbeugen?

Ja, natürlich! Das Problem bei Osteoporose ist ja, dass die Knochendichte abnimmt und damit der Knochen anfälliger für Brüche wird. Das vorrangige Ziel von Bewegung ist es also, den Knochen zu stärken. Das geht zum Beispiel durch Hüpfen oder Krafttraining, denn dabei ziehen die Muskeln an den Knochen und aktivieren ihn so, mehr Knochenmasse zu bilden. Auch die Schwerkraft wirkt auf den Knochen und wirkt aktivierend. Eine einfache Übung für zuhause geht so: Wer normal fit ist sollte pro Tag fünf Mal auf einem Bein hüpfen - ohne die Ferse aufzusetzen.

 

Mit einem Galileo-Vibrationstrainingsgerät kann ich ähnliches bewirken, nur dass sich hier nicht die Füße bewegen, sondern die Platte zu den Füßen gestoßen wird - abwechselnd zum rechten und zum linken Fuß. Durch die schnelle Plattenbewegung werden Reflexe ausgelöst und der Muskel „automatisch" trainiert und die Knochen gezielt gestärkt. Zusätzlich kann mit der Galileo Platte Gleichgewicht und Beweglichkeit verbessert werden. Es ist weniger anstrengend und das Durchhalten über längere Zeit fällt leichter. 



Über den Autor

>> Dr. Martin Runge, Facharzt für physikalische und rehabilitative Medizin und Altersmedizin, war langjähriger klinischer Leiter der Aerpah Kliniken Esslingen Kennenburg.

 

Er beschäftigt sich seit Jahrzehnten nicht nur klinisch mit dem Themengebiet Osteoporose und Sturzprävention, sondern war auch in zahlreichen Forschungsprojekte involviert.

 


Seine Forschungsinteressen und Publikationen umfassen dabei nicht nur medikamentöse Alternativen sondern auch Diagnostik mit neuartigen bildgebenden Verfahren oder auch neuartige Bewegungsdiagnostischen Verfahren.

 

Für den Schöpfer der „Fünf Esslinger" ist aber insbesondere die nicht-medikamentöse Behandlung auf Basis von Bewegung ein wesentlicher Schwerpunkt. Das Galileo System ist hierfür einer der entscheidenden Bausteine.

 

Dr. Runge kann mittlerweile auf über 20 Jahre Galileo-Anwendererfahrung speziell im Bereich von Osteoporose und Sturzprävention, mit mittlerweile weit über 10000 Patienten zurückgreifen.